Geschichte von Schloss Johannisberg
Bereits um 1100 wurde auf den Berghängen von Geisenheim eine Mönchsgemeinschaft gegründet, deren Kloster dem Heiligen Johannes geweiht wurde,
woraufhin der Berg den Namen Johannisberg erhielt.
Doch in den folgenden Jahrhunderten zerfielen mit der Glaubensgemeinschaft auch die Klostergebäude.
Erst als 1716 der Johannisberg an Konstantin von Buttlar, dem Fürstabt von Fulda, verkauft wurde, begann eine neue Blütezeit. Im Auftrag des Fuldaer
Fürsten wurde ein prächtiges Barockschloss errichtet: Schloss Johannisberg. Entscheidende Bedeutung hatte dieses aber nicht nur als sommerliche
Residenz, sondern vielmehr als erstes Riesling-Weingut mit dicht bepflanzten Weinbergen, zentralem Kelterhaus und imposanten Weinkellern. Hier wurde
der traditionsreiche Cabinet-Wein hergestellt.
Nach den Koalitionskriegen wechselte Schloss Johannisberg in den Besitz von Nassau-Oranien und wenige Jahre später in Napoleons Eigentum.
Es folgten weitere Besitzwechsel, bis nach Beschluss des Wiener Kongresses Schloss Johannisberg nicht wie das gesamte Rheingau-Gebiet an das
Herzogtum Nassau, sondern schliesslich zum Eigentum von Klemens von Metternich, dem Aussenminister von Österreich, wurde. Lediglich ein Zehntelanteil
der Weinbergerträge musste jährlich an die Habsburger abgegeben werden. Metternich veranlasste eine Umgestaltung, sodass das Schloss zu einem
beliebten Ausflugsziel avancierte.
Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde 1962 der Wiederaufbau abgeschlossen.
Heute gehört Schloss Johannisberg der Sektkellerei der Oetker-Gruppe, die auch die berühmte Marke "Fürst von Metternich" produziert.
(tp)
Nach meinen Informationen ist eine Besichtigung von Schloss Johannisberg möglicherweise möglich (eventuell nur eine Außenbesichtigung). Genaue Informationen dazu und zu den Öffnungszeiten und Besichtigungszeiten liegen mir aber leider noch nicht vor.
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Im Objekt ist keine Gastronomie vorhanden oder mir liegen keine Informationen über ein mögliches Bistro, Café oder Restaurant vor.
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Zu einer Kirche oder Kapelle direkt auf dem Gelände liegen mir keine Informationen vor.
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Objekt 939