Geschichte von Wasserburg Rückingen
Als castri Ruggingin wird die Wasserburg Rückingen bereits im Jahr 1248 urkundlich belegt, allerdings geht man davon aus, dass hier schon im 10.
Jahrhundert eine Burg gestanden hatte. Herr über die Region war der Erzbischof von Mainz, der erst die Herren von Brauneck und später die Grafen von
Isenburg mit der Burg belehnte. Diese wiederum übertrugen sie den Herren von Rüdigheim als Afterlehen. Da der Rüdigheimer Vasall ein berüchtigter
Raubritter war, wurde die Wasserburg Rückingen 1405 durch König Ruprecht angegriffen und vollkommen zerstört. Erst, nachdem Johann von Rüdigheim
Uhrfede schwor, wurde ihm gestattet, einen neuen, unbefestigten Hof zu errichten. Er existiert aber nicht mehr.
Die Wasserburg Rückingen selbst wurde durch die Mainzer Bischöfe ebenfalls wieder aufgebaut, durch den Landgrafen Philipp von Hessen 1522 aber
erneut zerstört. Erst 1569 konnte die Burg wieder aufgebaut werden, wie ein Wappenstein aus dieser Zeit belegt. Der Dreißigjährige Krieg sorgte nicht
nur für eine erneute Zerstörung der Burg, sondern löschte auch das Geschlecht der Herren von Rüdgheim aus. In den nächsten Jahrhunderten gab es
ständig wechselnde Eigentümer, die die Burg schließlich zu einem landwirtschaftlichen Betrieb umfunktionierten. Das änderte sich erst, als die Gemeinde
Erlensee die Wasserburg Rückingen kaufte und hier 1983 schließlich ein Heimatmuseum eröffnete.
(rh)
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Objekt 2878