Geschichte von Burg Scheventorf
Auf den ersten Blick kann man heute gar nicht mehr erkennen, dass es sich bei Burg Scheventorf einstmals um eine bedeutende Wasserburg gehandelt
hatte. Dabei ist es eines der ältesten Fachwerkgebäude der Osnabrücker Region. Als solches wurde es zur Mitte des 13. Jahrhunderts vermutlich durch
den Ritter Wigger von Scevintorpe erbaut. Im selben Jahrhundert wurde die Familie Herr über Scheventorf, verkaufte die Burg mit den umliegenden
Ländereien aber schon 1365 an Ludwig von Hake. Dessen Familie stand in den Diensten des Bischofs von Osnabrück. Viele Jahre blieb Burg Scheventorf im
Besitz der Familie von Hake, die die Burg 1552 schliesslich zur Renaissanceburg umgestalten liessen.
Noch bis 1628 blieb Burg Scheventorf im Besitz der Familie von Hake. Dann wurde sie mehrmals verkauft oder vererbt, so dass sich die Besitzer in der
nachfolgenden Zeit häufig wechselten. 1664 ging sie dann schliesslich in den Besitz des Bistums Osnabrück über, das die zur Landwirtschaft hervorragend
geeigneten Ländereien zur Versorgung der Iburg nutzte. Bis 1803 blieb die Burg im Besitz des Bistums, ehe es in die Landgemeinde Ostenfelde
eingegliedert wurde. Mittlerweile befindet sich Burg Scheventorf in Privatbesitz und wird nach wie vor landwirtschaftlich genutzt. Tragisch: Bei
Umbauarbeiten wurden menschliche Knochen gefunden. Es handelt sich dabei vermutlich um Anna von Hake, die von ihrem Vater eingemauert worden sein
soll.
(rh)
Der quadratischer Renaissance-Hof aus dem 16. Jahrhundert mit seinen malerischen Fachwerkgiebeln hat eine sagenumwobene Vergangenheit: Während
des dreissigjährigen Krieges soll in den Burggemäuern Anna von Scheventorf von ihrem Schwager eingemauert worden sein, um sie so an ihrer Heirat zu
hindern. Heute gibt es keine Wassergräben mehr, und die ehemalige Burg wird landwirtschaftlich genutzt.
(Quelle: www.geolife.de)
Literatur | Quellen in der dieses Objekt erwähnt wird: Die Rittersitze des Fürstentums Osnabrück, Rudolf vom Bruch, ISBN 3-87898-384-0
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Objekt 245