Geschichte von Schloss Oelber
Schloss Oelber in der niedersächsischen Stadt Baddeckenstedt geht auf eine ehemalige Wasserburg zurück, die dort im 12. Jahrhundert entstand.
Untypisch für eine Burg, lag sie weit ab von wichtigen Handelsrouten in einem Tal des Höhenzugs der Lichtenberge. Aus diesem Grund war sie kaum
umkämpft, wurde somit nicht beschädigt, zerstört oder eingenommen. Nachdem ab dem Jahr 1523 das Herzogtum Braunschweig die Regierung über das
Gebiet innehatte, war zumindest die Lage etwas sensibel, da es nun von feindlichem Territorium umgeben war. Dennoch blieb Schloss Oelber über die
Regierungszeit und die vielen Kriegswirren im Besitz der Braunschweiger Herzöge.
Um das Jahr 1580 wurde aus der Wasserburg schließlich das Schloss Oelber. Dabei wurde auf den Grundmauern der Burg aufgebaut, ohne dass die Burg
im Vorfeld zerstört wurde. Der nahezu geschlossene Bau inklusive des Innenhofes wurde zu einem Renaissanceschloss umgewandelt. Als Vorbild diente
das Marburger Schloss. Dazu wurden die Wassergräben trockengelegt und aufgefüllt. Während des Dreißigjährigen Krieges quartierte sich im Jahr 1626
der kaiserliche Feldherr Graf Tilly hier ein. Nachdem dieser mit seiner Truppe das Schloss nach drei Monaten wieder verlies, nahmen es die Dänen ein und
verwüsteten es - ebenso, wie das Dorf.
Im 19. Jahrhundert wurde der Ostflügel neu gestaltet. Im Jahr 1960 diente der Bau als Kulisse für Außenaufnahmen zum Spielfilm "Das Spukschloss im
Spessart mit Liselotte Pulver. Ab 1974 übernahm Egbert von Cramm das Schloss und ließ es renovieren. Heute finden auf Schloss Oelber diverse
Veranstaltungen, Ausstellungen und Konzerte statt. Auch die Ritterspiele, die jedes Jahr im Sommer stattfinden, ziehen viele Besucher an.
(hs)
Nach meinen Informationen ist eine Besichtigung von Schloss Oelber möglicherweise möglich (eventuell nur eine Außenbesichtigung). Genaue Informationen dazu und zu den Öffnungszeiten und Besichtigungszeiten liegen mir aber leider noch nicht vor.
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Objekt 1801