Geschichte von Burg Lipperode
Die Entstehungsgeschichte der Burg Lipperode in Lippstadt geht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Die ehemalige Wasserburg wurde zum ersten Mal in einer
Urkunde von 1248 erwähnt. Da man vom Namen her annehmen könnte, dass die Burg die Stammburg der Edelherren zur Lippe war, wurden
Nachforschungen angestellt. Diese ergaben, dass der Hauptsitz jedoch in Rheda (heute: Rheda-Wiedenbrück) war, die Burg Lipperode wurde stattdessen
nur hin und wieder aufgesucht.
Nachdem dem Erzbischof von Köln im Jahr 1297 die Burg ein Dorn im Auge war, schickte er seine Truppen. Die mussten jedoch unverrichteter Dinge wieder
abziehen, da der damalige Besitzer, der Edelherr Simon I. zur Lippe, die Burgmauern schleunigst abtragen ließ. Erst nachdem die Gefahr gebannt war,
baute er sie wieder auf. Kriegerische Auseinandersetzungen wie die Tecklenburgische, die Soester und die Eversteinsche Fehde überstand die Burg
hingegen fast unbeschadet. Anfang des 15. Jahrhunderts wurde die Burg umgebaut, in diese Zeit fiel auch der Bau des neuen Bergfrieds. Nachdem die
Burg zu dieser Zeit zudem als Lehen vergeben wurde, entwickelte sich nach 1589 eine herrschaftliche Domäne.
Graf Simon VI. zur Lippe ließ die Burg um das Jahr 1600 zur Festung ausbauen, die Gründe sind unbekannt. Schon 13 Jahre später wurde sie jedoch
wieder abgerissen. Dies dauerte bis ins Jahr 1763. Die Burg existierte dagegen weiter und wurde als Amtshaus genutzt. Nachdem das Gebäude fast 50
Jahre nicht mehr genutzt wurde - das Amtshaus wurde 1790 aufgegeben - begann man 1837 damit, die Burg abzureißen. Heute sind nur noch Reste des
Wohnturms zu sehen, die jedoch frei zugänglich sind.
(rh)
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Objekt 1327