Geschichte von Rittergut Gamig
Bis ins Jahr 1411 lässt sich die Geschichte vom Rittergut Gamig zurück verfolgen. Vermutlich wurde es aber schon sehr viel früher von den Burggrafen von
Dohna als Vorfestung angelegt, die die Region schützen sollte. Spätestens um 1445 hatte sich das Landgut zu einem Vorwerk entwickelt, aus dem gut 60
Jahre später das heutige Rittergut entstand. Grundherren waren im 16. Jahrhundert die Herren von Schönberg, die 1575 auch das heutige Schloss
errichten ließen. In den folgenden Jahrhunderten wechselten die Eigentümer hingegen öfter, bis der Geheimrat von Heinricke das Rittergut Gamig 1664
kaufte. Im Besitz seiner Familie blieb das Gut immerhin fast 80 Jahre. Unter den Grafen von Vitzthum wurde das Landgut dann 100 Jahre später erheblich
umgestaltet.
Das Schloss vom Rittergut Gamig wurde im Rahmen dieser Arbeiten im spätklassizistischen Stil verändert. 1900 erwarb ein Dresdner Fabrikant das Landgut
und blieb hier bis zu seiner Enteignung im Jahr 1945. Teile des Gebäudekomplexes wurden in den folgenden Jahren abgerissen. Aus dem Rittergut wurde
erst ein Versorgungsgut, dann ein Volksgut. Teile des Schlosses wurden landwirtschaftlichen Nutzungen zugeführt, so funktionierte man den Semperturm
zum Silo um. Nachdem die eigentlichen Erben des Gutes nach der Wende von ihren Ansprüchen auf das Schloss zurück traten, verkaufte der Staat
Sachsen das Rittergut Gamig an einen gemeinnützigen Verein, der hier eine Begegnungsstätte für psychisch Kranke einrichtete.
(rh)
Nach meinen Informationen ist eine Besichtigung von Rittergut Gamig möglicherweise möglich (eventuell nur eine Außenbesichtigung). Genaue Informationen dazu und zu den Öffnungszeiten und Besichtigungszeiten liegen mir aber leider noch nicht vor.
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Objekt 2644