Geschichte von Rittergut Schilbach
Bereits im 12. Jahrhundert wurde Schilbach gegründet und es liegt nahe, dass diese Gründung mit der Entstehung vom Rittergut Schilbach unmittelbar
zusammen hing. Zum ersten Mal durch eine urkundliche Erwähnung belegt wird es aber erst im Jahr 1370, als ein Schönecker Ritter das Gut erhält und hier
zum ersten Mal einen Hof anlegte. Es handelte sich dabei um ein Ensemble aus Herberge, Teich und Wohnhaus. Ab dem Jahr 1466, als die Schildecker das
Gut wieder verkauften, hatte es ständig wechselnde Besitzer. Sie veränderten am Aussehen des Gebäudes allerdings kaum etwas, sondern passten es
nur modernen Vorstellungen an. Im Jahr 1912 erwarb schließlich der Tüllfabrikant Carl Siemens das Rittergut Schilbach für 1,1 Millionen Reichsmark.
Siemens ließ das alte Herrenhaus vom Rittergut Schilbach abreißen und versteigerte das gesamte Inventar, um stattdessen eine Jugendstilvilla zu
errichten. Sie sollte ursprünglich als Wochenendsitz dienen, wurde aber bald dauerhafte Residenz der Familie. Nach dem Zweiten Weltkrieg besetzten die
Russen das Herrenhaus und enteigneten die Eigentümer, woraufhin die eigentlichen Besitzer nach Rügen flohen. Das Herrenhaus wurde der SED
übereignet und erst als Kreisparteiheim, später als Altenheim genutzt. Nach der Wende verkaufte die Stadt das Rittergut Schilbach an die Mission
Marienstift, die hier ein Kultur- und Jugendbildungszentrum eröffnete und den Park wiederherstellte.
(rh)
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Objekt 2955