Geschichte von Schloss Denstedt
Schloss Denstedt wird wegen seines eher robusten Charakters häufig auch als Burg Denstedt bezeichnet. Wann die Burg errichtet wurde, liegt vollkommen
im Dunkeln. Zwar ist der Ort selbst in einer Urkunde aus dem Jahr 874 belegt, doch ob es hier damals schon eine Burg oder nur ein einfaches Gutshaus,
möglicherweise auch gar keine Verwaltungsgebäude gab, ist unklar. Aus dem Jahr 1206 ist ein Rittergeschlecht nachgewiesen, das möglicherweise als
Bauherr des Rittergutes in Frage kommt. Der Ritterfamilie gehörte neben dem Dorf selbst auch die Pflegegerichtsbarkeit über andere Ortschaften. Alles in
allem spielten die Erbauer von Schloss Denstedt aber nur eine untergeordnete, politische Rolle.
Im Verlauf des 15. Jahrhunderts ging Schloss Denstedt in den Besitz der Familie von Gans über, die vermutlich für den Bau des eigentlichen Schlosses
verantwortlich ist. Es ist allerdings auch nicht auszuschliessen, dass zu dieser Zeit lediglich das bestehende Gutshaus umgestaltet wurde. Da der Umbau
des Schlosses die Familie Gans hoch verschuldete, musste es 1579 schliesslich an die Familie von Thangel verkauft werden. Da auch sie hoch verschuldet
war, wechselte das Schloss in der nachfolgenden Zeit mehrmals den Besitzer. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Schloss Denstedt Volkseigentum und Sitz
der sowjetischen Armee. 2001 wurde das mittlerweile vollkommen verfallene Schloss versteigert und saniert.
(rh)
Nach meinen Informationen ist eine Besichtigung von Schloss Denstedt leider nicht möglich, eventuell aber zumindest eine Außenbesichtigung von der öffentlichen Straße aus.
Zu Schloss Denstedt liegen mir noch keine Informationen zu einem Hotel vor.
Im Objekt ist keine Gastronomie vorhanden oder mir liegen keine Informationen über ein mögliches Bistro, Café oder Restaurant vor.
Zu Schloss Denstedt liegen mir keine Details zu einem Standesamt vor.
Zu einer Kirche oder Kapelle direkt auf dem Gelände liegen mir keine Informationen vor.
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Objekt 410